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Die alternde Gemeindeversammlung
Wir schreiben Montag, mein Iphone hatte soeben den Geist aufgegeben. Doch auf dem Kalender konnte ich gerade noch entnehmen, das die Gemeindeversammlung bevorsteht. Mit einem brisanten Punkt, der Verkauf von den BBA Aktien. Ich mache mich auf den Weg, der Glockenschlag verstummt sich.
Ich betrete den Gemeindesaal, eine Menschenleere. Mit meinem Betreten des Saals senkt sich nun der Durchschnitt um gefühlte 100 Jahre. Was nun? Gibt es den gar keine Jungen Leute, die sich für die Gemeinde interessieren?
Nach der Eröffnung des Gemeindepräsidenten, erhasche ich einen Blick zurück. Es bestätigt mein Gefühl, ausser ein handvoll Familienväter, ehemaliger Gemeindsmitarbeiter und Urgesteine des Dorfes kein Nachwuchs. Auch ich werde komisch angeschaut. Was sucht der Junge Herr mit Vollbart und Juso-Pulli hier? Die Zukunft der Gemeinde gehört der Jugend und diese sollte Sie auch mitbestimmen können. Was klar ist, man streckt bei jeder Abstimmung über ein Traktandum wahllos die Pfötchen hoch.
Auch bei dem Verkauf der BBA Aktien wird das wirre Gedankengut eines SVP Gemeinderats bestätigt. Ein Gegenvorschlag, das man die Aktien nur der Stadt Aarau verkauft (von einem Genossen lanciert) wird ohne weiteres verworfen. Wow, was für ein kapitalistischer Hauch im Saal. Der Abschluss wird eingeläutet und die versammelten Leute gehen mehr oder weniger gemächlich ihren Weg nach Hause.
Der Eindruck ist enttäuschend, das Fazit klar: Ohne Junge Leute werden die Anwesenden an den Versammlungen ausschliesslich dem Willen des Gemeinderates nachgeben und das ist nicht immer Positiv für die Bevölkerung.
